Leistungsspektrum Lerntherapie – LRS und Dyskalkulie

Wir bieten qualifizierte Diagnostik und Therapie bei Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) und Dyskalkulie an.
Der Fokus der Therapie liegt auf der individuellen Förderung der Lese-Rechtschreib- oder Rechenleistungen mit anderen Konzepten und Methoden als diese, die von Schulen und Nachhilfelehrern genutzt werden.
Die Therapie bzw. das Training findet in der Regel ein Mal in der Woche als Einzelstunde statt.

[ac-tabs] [ac-tab title=“Legasthenie / Lese-Rechtschreibschwäche (LRS)“]

Die Lese-Rechtschreib-Störung (LRS, Legasthenie, Dyslexie) wird von der Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) als international anerkannte „Entwicklungsstörung des Lesens und Schreibens“ definiert. In Deutschland sind 6-10% der Gesamtbevölkerung von einer LRS betroffen. Sie tritt in bereits betroffenen Familien gehäuft auf, wobei sich das Risiko für ein Kind erhöht, wenn beide Eltern eine LRS oder Probleme mit dem Lesen und Schreiben haben.

Die Symptome einer LRS können sich durch das gesamte Leben ziehen. Die mit dieser Störung häufig auftretenden psychischen Störungen belasten die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche sehr.
Bei 40 bis 60 Prozent der Betroffenen mit einer LRS treten psychische Probleme auf. Bei Kindern mit einer LRS liegt bereits im Grundschulalter eine erhöhte Anzahl an negativen Gedanken, reduziertem Selbstwertgefühl und Schulängste vor. Sie erleben sich häufig als allein gelassen, von den Lehrkräften abgelehnt und zurückgewiesen.


Wer erstellt eine LRS-Diagnose?
Fort- und weitergebildete Berufsgruppen, die erforderliche Qualifikationen nachweisen können, in Zusammenarbeit mit:

  • Kinder- und Jugendpsychiater
  • Diplom-Psychologen in Erziehungsberatungsstellen oder Beratungsstellen für Kinder, Eltern, Jugendliche und Erwachsene

Als weitergebildete LRS-Therapeuten sind wir in der Lage, eine LRS Diagnose unter bestimmten Voraussetzungen zu diagnostizieren. Für weitere Informationen melden Sie sich gerne telefonisch oder über das Kontaktformular.


Ziel der LRS-Therapie
Ziel einer LRS-Therapie in unserer Praxis ist der nachträgliche Erwerb des Verstehens von Lese- und Rechtschreibstrategien und, darauf aufbauend, der sichere Umgang mit der Schriftsprache im Alltag, Schule und Beruf. Bei entsprechender Förderung können Betroffene in jedem Alter, auch Erwachsene, dieses Ziel erreichen. Damit schulische Ziele rechtzeitig erreicht werden und die seelischen Folgen einer LRS geringfügig bleiben, sollte eine LRS-Therapie jedoch möglichst früh begonnen werden.

Im gezielten Training, kombiniert mit therapeutischer Arbeit, werden individuell passende Lernstrategien entwickelt und die seelische Stabilität gefördert.
Ausschlaggebend für die konkrete Vorgehensweise sind der individuelle Lernstand und die erreichte schriftsprachliche Kompetenz sowie die Bedürfnisse, Schwierigkeiten und Stärken des Kindes.

Wissenswertes zur Therapie
Die individuelle Förderung findet meist in Einzelsitzungen statt und beruht sich auf Lehr- und Lernmethoden auf Grundlage der therapeutischen Diagnostik, die die individuellen Stärken und Schwächen des Betroffenen in den Mittelpunkt rücken:

  • Gezieltes, individuelles Lese-Rechtschreibtraining, das sich vor allem bei fehlenden Vorläuferfähigkeiten auf ein entsprechendes Grundlagentraining konzentriert
  • Berücksichtigung des individuellen Lernstandes, deutlicher Schwerpunkt auf dem Übergang von erreichten und nicht mehr erreichten Lernschritten
  • Förderung des grammatikalischen, logografischen und orthografischen Verständnisses, stärkenorientierte Lernstrategien und Arbeitstechniken
  • Psychotherapeutische Arbeit im Hinblick auf die besonderen Schwierigkeiten des Kindes
  • Abbau der Schulangst und emotionale Entlastung
  • Stärkung der Motivation
  • Elternberatung


Wie äußert sich eine LRS?
In den ersten Grundschuljahren treten schlechte Schulleistungen möglicherweise nur im Deutschunterricht auf, während andere Fächer im Normalbereich liegen. Dieses Bild kann sich bei nicht therapierter oder spät erkannter LRS ändern, da auch für andere Fächer die Fähigkeit zum Lesen und Schreiben eine immer größere Rolle spielt wie z.B. Textaufgaben im Mathe-Unterricht oder Sachtexte in gesellschaftswissenschaftlichen oder naturwissenschaftlichen Fächern.


Früherkennung im Vorschul- / frühen Grundschulalter

  • Probleme mit der phonologischen Bewusstheit – ab dem Vorschulalter können Probleme auftreten, den ersten Laut im Wort zu benennen, Silben zu klatschen oder Reime zu bilden
  • Geringe auditive Merkfähigkeit – das kurzfristige Merken von z.B. Telefonnummern ist problematisch
  • Geringer Wortschatz
  • Probleme beim schnellen Benennen von Dingen (schnelle Wortfindung)
  • Fehlerhafte Satzbildung / Dysgrammatismus
  • Geringe visuelle Merkfähigkeit, z.B. beim Einprägen von Firmenlogos, die man immer wieder sieht; oder später von Wortbildern
  • Undeutliche Artikulation / Aussprache


Mögliche Auffälligkeiten einer LRS


Betroffene

  • machen häufige Fehler beim lauten Lesen
  • müssen sich oft selbst korrigieren
  • erlesen Wörter nur sehr langsam und mühsam
  • lesen auch bekannte Wörter nur Silbe für Silbe
  • lesen Sätze und Texte nur Wort für Wort und nicht in einem Fluss
  • haben Probleme bei der Verbindung von Einzellauten zu Lautfolgen
  • haben Probleme beim Verstehen des Gelesenen
  • machen viele Fehler in Diktaten oder Aufsätzen
  • verwechseln visuell ähnliche Buchstaben – d und b
  • verwechseln Buchstaben, die ähnliche Laute repräsentieren – „Kras” statt „Gras”
  • lassen Buchstaben oder Wortteile aus, so dass sich die Klanggestalt des Wortes ändert – „Apfe” statt „Apfel”
  • vertauschen die Reihenfolge der Buchstaben – „Huas” statt „Haus”
  • achten nicht auf die Rechtschreibregeln – „Gelt” statt „Geld”
  • machen häufige Fehler beim Abschreiben
  • schreiben nicht gerne oder verkrampft


LRS und Fremdsprachen bzw. andere Schulfächer

Die Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten treten ebenfalls in den Fremdsprachen auf. Schwierigkeiten beim Lesen und vor allem das langsame Lesetempo können eine eingeschränkte Wissensaufnahme in den übrigen Lernfächern verursachen, weil z.B. im vorgegebenen Zeitrahmen das Wissen nicht aufgenommen bzw. niedergeschrieben werden kann.
Eine LRS kann somit schnell dazu führen, dass die gesamte schulische Leistung erheblich beeinträchtigt wird.


Beratung
Eine wichtige Säule der Lerntherapie stellt die Aufklärung der Eltern über die Störung, ihre Ursachen und die Behandlungsmöglichkeiten dar.
Der Diagnostik ist oft eine lange Zeit vorausgegangen, in denen die Eltern durch tägliches Üben versucht haben, ihr Kind zu stützen. Das mühsame Begleiten der Hausaufgaben, das frustrierende Lernen vor Diktaten und die Lernunlust des Kindes verbunden mit schlechten schulischen Resultaten, führen zu einer angespannten Situation Zuhause und nicht selten zu Ängsten der Eltern.

Außerdem wird in manchen Schulen immer noch die Rückmeldung gegeben, dass Kinder mit Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben einfach faul sind und dass die Kinder von mehr Übung Zuhause profitieren könnten.
Wenn Eltern seitens der Lerntherapeuten aufgeklärt werden, dass es den Kindern mit LRS aufgrund der neurobiologischen Veränderungen deutlich schwerer als anderen fällt, das Lesen und Rechtschreiben zu erlernen, führt dies zu einer deutlichen Entlastung der Eltern. Auch die Kinder selbst werden über die Störung aufgeklärt und damit entlastet.

Auch die Zusammenarbeit mit der Schule ist Bestandteil der LRS Therapie. Da Schüler mit LRS dem Unterricht meist nicht schnell genug folgen können, profitieren sie von individuellen Unterrichtsinhalten, die mit der Lerntherapie abgestimmt sind. Entsprechend werden die zuständigen Lehrer von uns beraten.
Die Beratung der Lehrer dient dazu, die psychische Belastung des Kindes zu erklären und gemeinsam zu überlegen, wie die Integration des Kindes in der Schule besser gelingt. Außerdem sollte die Diagnose LRS vermittelt werden. In NRW wird die LRS schulrechtlich anerkannt mit Konsequenzen für die schulische Unterstützung und die Notengebung im Sinne eines Nachteilsausgleiches.

 

[/ac-tab] [ac-tab title=“Dyskalkulie“]

Schon vor Eintritt in die Schule entwickeln Kinder ein Wissen über Zahlen und Mengen. In den ersten Schuljahren erweitern Kinder diese Kenntnisse durchs Erlernen der Grundrechenarten und mathematischer Logik. Alle Lernschritte bauen aufeinander auf.
Haben Menschen eine Dyskalkulie, fehlt ihnen das erforderliche Mengenverständnis, um die Grundrechenarten erlernen zu können. Zahlen sind für sie Symbole, keine Mengenangabe, was sie daran hindert, die einzelnen Lernschritte der Mathematik zu verinnerlichen.
Sind mögliche Ursachen wie mangelnde Beschulung, psychische und neurologische Erkrankungen oder eine Sinnesbehinderung ausgeschlossen, so kann die Diagnose Dyskalkulie gestellt werden.


Wer erstellt
eine Dyskalkulie-Diagnose?
Fort- und weitergebildete Berufsgruppen, die erforderliche Qualifikationen nachweisen können, in Zusammenarbeit mit:

  • Kinder- und Jugendpsychiater
  • Diplom-Psychologen in Erziehungsberatungsstellen oder Beratungsstellen für Kinder, Eltern, Jugendliche und Erwachsene

Als weitergebildete Dyskalkulietrainer und Lerntherapeuten sind wir in der Lage, eine Dyskalkulie-Diagnose unter bestimmten Voraussetzungen zu diagnostizieren. Für weitere Informationen melden Sie sich gerne telefonisch oder über das Kontaktformular.


Früherkennung

  • Dinge können nicht nach ihrer Größe oder der Menge aufgereiht oder verglichen werden
  • Falsche Zählstrategien
  • gesprochene Ziffern stimmen nicht mit der Menge überein, d. h. ein Ding wird öfters gezählt oder ausgelassen
  • Probleme beim „normalen“ Zählen
  • Probleme in der räumlichen Orientierung (links, rechts, oben, unten, davor, dahinter)


Mögliche Auffälligkeiten

Betroffene

  • verstehen Konzepte einer bestimmten Rechenoperation nicht
  • nehmen bei Addition und Subtraktion auch noch nach mehreren Jahren die Finger zur Hilfe
  • können sich vom anschaulischen Rechnen mit Material nicht lösen
  • haben Probleme mit dem Rechnen bereits im Zehnerraum, erfassen den 20er- und 100er- Raum gar nicht
  • verstehen das Prinzip der Multiplikation und Division nur unzureichend oder gar nicht
  • haben kein Verständnis für Zeit, Länge, Maße und Gewichte
  • können aus einer Sachaufgabe keine Rechenoperation erstellen
  • erkennen häufig numerische Symbole nicht wieder


Therapie
Beiner diagnostizierten Rechenstörung kann eine möglichst frühzeitige individuelle Lernförderung den Verlauf positiv beeinflussen. Im gezielten Training, kombiniert mit therapeutischer Arbeit, werden individuell passende Lernstrategien entwickelt und die seelische Stabilität gefördert.
Ausschlaggebend für die konkrete Vorgehensweise sind der individuelle Lernstand und die erreichte mathematische Kompetenz sowie die Bedürfnisse, Schwierigkeiten und Stärken des Betroffenen.

Die individuelle Förderung findet in Einzelsitzungen statt und beruht sich auf Lehr- und Lernmethoden auf Grundlage der therapeutischen Diagnostik, die die individuellen Stärken und Schwächen des Kindes in den Mittelpunkt rücken:

  • Gezieltes, individuelles Rechentraining, das sich vor allem bei fehlenden Basiskompetenzen auf ein entsprechendes Grundlagentraining konzentriert
  • Berücksichtigung des individuellen Lernstandes, deutlicher Schwerpunkt auf dem Übergang von erreichten und nicht mehr erreichten Lernschritten
  • Förderung des mathematischen Verständnisses, stärkenorientierte Lernstrategien und Arbeitstechniken
  • Psychotherapeutische Arbeit im Hinblick auf die besonderen Schwierigkeiten des Kindes
  • Abbau der Matheangst und emotionale Entlastung
  • Stärkung der Motivation


Ziel der Therapie
Ziel jeder Dyskalkulietherapie ist der nachträgliche Erwerb des Mengen- und Zahlenverständnisses und, darauf aufbauend, der sichere Umgang mit den Grundrechenarten und den Anwendungen der Mathematik in Alltag, Schule und Beruf. Bei entsprechender Förderung kann der Mensch mit Rechenschwäche in jedem Alter dieses Ziel erreichen. Damit schulische Ziele rechtzeitig erreicht werden und die seelischen Folgen einer Rechenschwäche geringfügig bleiben, sollte eine Dyskalkulietherapie jedoch möglichst früh begonnen werden.


Wie wird eine Rechenschwäche behandelt?
In jeder Dyskalkulietherapie werden die individuellen mathematischen Fehler des Betroffenen als Ausgangspunkt genommen, um das mathematische Verständnis aufzubauen. Rechenschwache Menschen behelfen sich mit vielen Kompensationsstrategien, die sie daran hindern, das Gelernte wirklich zu begreifen. Beispielsweise kann ein Betroffener den Umgang mit zwei- und mehrstelligen Zahlen nicht verstehen, wenn es sich im Bereich der einstelligen Zahlen noch zählend bewegt. Der Zahlenraum bis Zehn ist für das Verständnis aller anderen mathematischen Themen unverzichtbare Voraussetzung, daher setzt hier die Dyskalkulietherapie einen ersten Schwerpunkt.
Der Schwerpunkt liegt zu Beginn der Therapie nicht ausschließlich auf dem Symptombereich, weil es wichtig ist, auch an Bereichen wie z.B. der optischen Differenzierung oder der Raumwahrnehmung zu arbeiten. Dabei stellen wir uns aber grundsätzlich auf das jeweilige Kind und die jeweilige Situation ein.
Wenn die Aufmerksamkeit beim Lernen schnell nachlässt oder das Kind nicht bei der Sache ist, bieten wir eine kurze Aufmerksamkeitsübung an (z.B. autogenes Training o.ä.).
Da viele Kinder in den Basissinnen Defizite haben, beziehen wir Übungen zu taktilen, vestibulären und propriozeptiven Bereichen mit ein.
Kinder mit Dyskalkulie haben oft differente Wahrnehmungen. Fürs Schreiben, Lesen oder Rechnen brauchen Kinder eine funktionierende Wahrnehmung. Daher bieten wir je nach Bedarf auch visuelle und auditive Übungen an.

Beratung
Eine wichtige Säule der Lerntherapie stellt die Aufklärung der Eltern über die Störung, ihre Ursachen und die Behandlungsmöglichkeiten dar.
Der Diagnostik ist oft eine lange Zeit vorausgegangen, in denen die Eltern durch tägliches Üben versucht haben, ihr Kind zu stützen. Das mühsame Begleiten der Hausaufgaben, das frustrierende Lernen vor Diktaten und die Lernunlust des Kindes verbunden mit schlechten schulischen Resultaten, führen zu einer angespannten Situation Zuhause und nicht selten zu Ängsten der Eltern.

Außerdem wird in manchen Schulen immer noch die Rückmeldung gegeben, dass Kinder mit Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben einfach faul sind und dass die Kinder von mehr Übung Zuhause profitieren könnten.
Wenn Eltern seitens der Lerntherapeuten aufgeklärt werden, dass es den Kindern mit Dyskalkulie aufgrund der neurobiologischen Veränderungen deutlich schwerer als anderen fällt, das Rechnen zu erlernen, führt dies zu einer deutlichen Entlastung der Eltern. Auch die Kinder selbst werden über die Störung aufgeklärt und damit entlastet.

Auch die Zusammenarbeit mit der Schule ist Bestandteil der Dyskalkulie- Therapie. Da Schüler mit Dyskalkulie dem Unterricht meist nicht schnell genug folgen können, profitieren sie von individuellen Unterrichtsinhalten, die mit der Lerntherapie abgestimmt sind. Entsprechend werden die zuständigen Lehrer von uns beraten.
Die Beratung der Lehrer dient dazu, die psychische Belastung des Kindes zu erklären und gemeinsam zu überlegen, wie die Integration des Kindes in der Schule besser gelingt. Außerdem sollte die Diagnose Dyskalkulie vermittelt werden.

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Kontaktieren Sie uns gerne um weitere Informationen zu erhalten oder um einen Termin zu einem Beratungsgespräch oder einer Diagnostik bzw. einer Therapie zu vereinbaren.

Quellen:
www.dbs-ev.de
www.lrs-therapie.de
www.bvl-legasthenie.de